Werdauer Museumsgartenbahn startet in die Saison

Werdauer Museumsgartenbahn startet in die Saison

In den Wintermonaten entstand Neubau der zentralen Burganlage

Seit Sonntag, den 19. Mai drehen die Züge des Museumsgartenbahnvereins Werdau e.V. wieder ihre Runden. Bestaunen können die Besucher der Einrichtungen erstmals auch den Neubau der Burganlage, die zentral in die beliebte Anlage eingebettet ist. Sie entstand in unzähligen Arbeitsstunden dank des Einsatzes von Vereinsmitglied Andreas Höll und ersetzt ihr Vorgängermodell. "Das gesamte Gebäude entstand in Handarbeit. So wurde beispielsweise jede einzelne der rund 4.000 Dachschindel einzeln aus Fußbodenbelag ausgeschnitten, eine Innenbeleuchtung und viele andere Details eingebaut", erläutert der Hobbyeisenbahner das Projekt. In den kommenden Wochen werden noch einige weitere Arbeiten erledigt. "Es lohnt sich also, dem Museum gern auch zwei oder drei Besuche abzustatten", lacht Museumsleiter Dr. Hans-Jürgen Beier, der das unermüdliche Engagement des Gartenbahnvereins sehr zu schätzen weiß.

Das nächste Highlight im Kalender ist das große Gartenbahntreffen am 8. und 9. Juni von 10 bis 18 Uhr. Dann können Besucher wieder jede Menge Fahrbetrieb auf der Regelspur (72 mm), der Schmalspur IIm (45 mm) und der Schmalspur LLe (32 mm) erleben. Zahlreiche Züge rollen dann auf den insgesamt 383 Metern Gleislänge.

Im Jahre 1981 begannen einige Werdauer Modellbahnfreunde mit dem Bau einer Gartenbahn. Auf der Suche nach einem geeigneten Gelände bot man ihnen den verwilderten Garten des damaligen Heimatmuseums an. Am Anfang wurde ein Gleisoval verlegt, das aus selbstgebauten Gardinenstangenleisten bestand. Heute wird Profimaterial verwendet, das eigens dafür hergestellt wurde. 1984 war die Anlage soweit ausgebaut, dass zum 1. Werdauer Garenbahntreffen aufgerufen werden konnte. Schon damals reisten Gartenbahnfreunde aus allen Teilen der DDR an. Auf den jährlichen Treffen, die fester Bestandteil des Vereinslebens und des Museumskalenders sind, wurden und werden immer wieder Modellbahner vom „Gartenbahnbazillus“ angesteckt.

Der Museumsgartenbahn Werdau e.V. hat sich besonders dem Eigenbau von Modellen verschrieben. So entstanden sämtliche Lokomotiven und Wagen sowie alle Gleise und Weichen für die Regelspur vollständig als Eigenbauten. Auch alle Gebäude sind selbst gebaut, teilweise nach konkreten Vorbildern. Zum Bau dieser Modelle ist ein enormer Zeitaufwand notwendig, so beträgt die Bauzeit für eine Lokomotive je nach Art und Größe zwischen einem und bis zu fünf Jahren, ein Wagen entsteht in etwa einem halben bis einem Jahr, und für den Bau eines einzigen Meters Gleis wird ca. 1 Woche benötigt.

Auf der Schmalspurbahn kommen neben selbst gebauten Fahrzeugen hauptsächlich Industriemodelle zum Einsatz, um einen abwechslungsreichen Fahrbetrieb zu gewährleisten. Die Gestaltung und Unterhaltung der Anlage beansprucht ebenfalls viel Zeit, ist doch die Anlage ständig aufgebaut und somit allen Witterungseinflüssen ausgesetzt.

Neue Mitstreiter sind dem Verein jederzeit willkommen. Die Mitglieder treffen sich jeden Montag, Dienstag und Freitag von 17 bis 21 Uhr im Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum im Nebeneingang der Bibliothek. Alternativ sind sie via Telefon unter 0172 3574630 oder Mail an vorstand@gartenbahn-werdau.de zu erreichen.

Foto „Museumsgartenbahn Werdau 2019-05-19 004“: Schmalspurlokomotive 99 5901 vor der Kulisse der neu erbauten Burg der Werdauer Museumsgartenbahn

© René Gentz E-Mail

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