Die Anfänge des „Joplin-Quartetts“ reichen bis in die Jahre 1987/88 zurück, als sich vier Musiker des damaligen Greizer Sinfonieorchesters zusammenfanden, um gemeinsam neben klassischen Werken auch ein wenig der leichten Muse zu frönen. Emil Hadjew, der erste Geiger des Quartetts, ist inzwischen der Einzige, der von der ursprünglichen Besetzung noch geblieben ist. In den anderen Stimmen wechselten die Musiker häufig, und seit 2007 hat das Quartett wiederum ein neues Mitglied: die Viola übernahm Stefan Roberto Kelber, seit Dezember der Spielzeit 2006/2007 Solobratscher des Orchesters. Emil Hadjew ist allerdings nicht nur der Stimmführer der Formation, er hat auch viele Stücke selbst arrangiert. Da es zu DDR-Zeiten und auch teilweise jetzt noch nicht einfach war, Titel aus der Unterhaltungsmusik in der Besetzung für Streichquartett zu bekommen, hat er diese Bearbeitungen oftmals selbst vorgenommen. So verfügt das Ensemble inzwischen über ein beachtliches Repertoire, angefangen bei den beliebten Ragtimes von Scott Joplin, der als Namensgeber der Streicherformation im Programm natürlich nicht fehlen darf, bis hin zu Straußwalzern, dem „Neapolitanischen Ständchen“ von Gerhard Winkler und sogar Cole Porters „Kiss me Kate“. Stücke also, die man neben direkten Konzertveranstaltungen auch gut als Kaffeehausmusik verwenden kann, und so ist es nicht verwunderlich, dass das Quartett schon oft Kaffeehauskonzerte musikalisch ausgestaltete.
Musiker:
Emil Hadjew, 1. Violine
Danella Pavlova, 2. Violine
Stefan Roberto Kelber, Viola
Peter Manz, Violoncello